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Gegen die Strömung, gegen den Wind!



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Samstag, 29. Oktober 2005

Liedertext -

Von -0000, 17:23

gesungen von Frank R.

Man sagt es mir schon, daß es wohl schwächlich sei,
alles vom Gefühl her zu sehen.
Gefühle leisten sich Kämpfer nicht und was ein Mann werden will,
der läßt so etwas an sich vorüberzieh'n.
Wer in einer Zeit wie dieser mit Gespür durchs Leben geht,
der stellt sich selber auf das Abstellgleis.
Der bleibt ewig hinten von Skrupeln geplagt,
doch ist das für mich noch lange kein Beweis.

Ist es denn schwach, wenn man noch heut mit Gefühl durchs Leben geht?
Ist es denn schwach, wenn man noch zeigt, daß einen etwas sehr bewegt?
Ist es denn schwach, wenn ich Dir auch meine Fehler eingesteh'?
Ist es denn schwach, wenn ich Dir sag, das Leben tut manchmal so weh?
Ist es denn schwach, wenn ich den Schmerz der anderen noch seh'?
Ist es denn schwach, wenn ich mich durch mein Gefühl leiten laß?

Ich seh es ein, man muß mit Härte in das Leben seh'n,
doch darf dabei das Gefühl nicht untergeh'n.
Nur mit nacktem Verstand wirst Du nie die deutsche Seele versteh'n.

Die Mädchen klar und hart, die Kerle weich wie Moos,
so sei es, sagte man mir vor einiger Zeit.
Vielleicht hat man ja recht und ich versteh es nur nicht bloß,
hat ein Kerl mit Gefühl denn keinen Schneid?
Vielleicht ist es ja albern, vielleicht bild' ich mir auch ein,
mit Gefühl vom Leben mehr zu spür'n.
Andere Menschen besser zu versteh'n und außerdem
ist eine Liebe mit Gefühl schwerer zu zerstör'n.

[Kehrreim]

Wer sich Gefühle leistet und eigene Gedanken macht,
der steht auf dieser Welt oftmals allein.
Wer nicht im Strome schwimmt, wird oft als Tor verlacht;
doch besser ein Tor als einer dieser Masse zu sein.
Gefühlsduselei, nein das kennt Ihr auch nicht,
und dieses ist von mir auch nicht gemeint.
Nur nach klarem Empfinden ich mich selber richt',
Glauben und Wollen haben sich vereint.

[Kehrreim]